Samstag, 28. März 2015

24. - 27. März 2015 - Die letzten Tage des Praktikums

Es ist gerade Samstag Morgen, 6:30 Uhr und um 8:00 Uhr geht's los in Richtung Bunbury. Bis wir wieder zurück sind werden schon bald Roland und Papi hier sein und ich will mit dem Blog ajour sein und halte mich jetzt einfach kurz...

24. März 2015
Am Dienstag ist Fionas Klasse dann ins Klassenlager. Morgens habe ich Ihr noch schnell geholfen, doch als alle im Bus waren, ging ich in Julies Klassenzimmer. 

Ich muss zugeben, ich war ziemlich schockiert. 3 der Kinder konnten weder lesen noch schreiben noch rechnen?!? Es war ein recht interessanter und eindrücklicher Tag.

25. März 2015
Heute durfte ich meinen Vortrag über die Schweiz nochmals halten und habe noch ein paar Folien gelöscht und dafür andere hinzugefügt von Tieren, Häusern etc. Einfach alles, was mich Fionas Klasse gefragt hat. Die Präsentation lief dieses mal super. Viel besser als beim ersten mal :-)

Nach der Schule ging ich noch schnell einkaufen. Die Nächte hier werden ziemlich frisch. So um die 12°C und die Bungalows sind noch nicht geheizt. Da Aaron und Louis eh nie unter der Decke schlafen habe ich ihnen flauschige, einteilige Pyjamas gekauft. Als ich die Dinger im Laden sah, dachte ich, dass die bei weitem noch passen, weil die Jungs unmöglich schon so gross sein können, doch ich habe mich getäuscht... Unglaublich wie gross die beiden schon sind!



26. März 2015
Heute fuhr mich Reni zur Schule, denn ich werde mit Chris nach Pemberton ins Camp fahren und mit 2 Autos können sie auch zu 8 einen Ausflug machen. Nach der Mittagspause ging's dann los. Es was schön, einmal die Landschaft geniessen zu können, ohne immer auf die Strasse schauen zu müssen. 

Das Camp in Pemberton ist genial. Das Grundstück gehört dem Department of Education und Marc, der Campleiter hat eine superschöne Anlage aufgestellt. Es hat lauter 4er-Zimmer mit einem Mädchen- und einen Buben-Schlag, Küche, Essräume etc. Dann hat er zig verschiedene Programme zusammengestellt und die Schulen können ja nach Budget aus den Programmen auswählen. 

Am Donnerstag kam die Klasse am Nachmittag von Walepole zurück. Auch sie hatten die WOW-Cruise gemacht. Am Abend gab's noch BBQ und eine Quiz-Night mit Mr. Boulton. Das Essen war super fein. Es arbeiten 3 Frauen in der Küche und kochen für die Truppe. Der Abwasch geht dann jeden Abend an andere Schüler. Es hat Abräumer, Abwascher und Abtrockner. Zuletzt wurden dann noch Marshmellows über dem Feuer gebraten. Ich habe das noch nie gemacht und 1-2 waren dann auch fein. Nach dem 3. musste ich aufhören, denn sonst wäre mir wohl schlecht geworden. 

27. März 2015
Am Morgen war dann schon ziemlich früh tag-wach, wobei ich selbst schon um 6:00 Uhr aufgestanden bin. Die Kinder packten ihre sieben Sachen zusammen und manche hatten einen grösseren Koffer für 4 Tage Camp dabei, als ich für 2 Mt. Australien... Aber sie mussten ihn ja nur vom Auto zum Bus, vom Bus zum Zimmer und zurück tragen...

Nach dem Frühstück wurden wir dann zum "Gloucester Tree" gefahren. Das ist ein Baum mit zig Eisenstangen, bei dem man auf 53m Höhe raufklettern konnte. 


Ein Mitglied des Staffs musste zuerst raufklettern und niemand wollte, also meldete ich mich freiwillig. Ich muss zugeben, dass ich fast Blasen an den Händen bekommen habe, weil ich mich so an diese Eisenstangen geklammert habe, doch es war ein tolles Erlebnis, auf der Plattform oben über den Bäumen zu sein. 


Danach wanderten wir etwa 7km durch den Busch. Einige der Kinder sind wohl noch nie so weit zu Fuss gelaufen. Einige weinten... Unser Ziel war die Cascade. Ein kleines Wasserfällchen ;-) 


Zurück zum Camp ging's dann mit einem kleinen Zug. 


Dann haben wir noch kurz zu Mittag gegessen und sind wieder in Richtung Busselton gefahren. 

Das war's nun schon mit meinem Praktikum... Als ich nach Hause kam, waren Mami, Bickels und die Jungs noch irgendwo unterwegs und ich hüpfte in den Badeanzug und sprang in den Pool und machte einfach einmal für ca. 1h gar nichts. Als der Rest wieder eingetrudelt war, gingen alle unter 34 nochmals baden und alle über 34 sorgten für ein feines BBQ.

Mittlerweile ist Samstag 7:15 Uhr und ich muss unter die Dusche. Roland und Papi müssten mittlerweile in Singapore sein und bald schon wieder im Flieger sitzen in Richtung Perth. Ich kann es kaum erwarten!!!!!!!
 Ein paar wenige weitere Bilder werden noch folgen, doch jetzt muss ich mich und die Jungs parat machen. In 40min geht's los.



Montag, 23. März 2015

23.03.2015 - Spaziergang bei untergehender Sonne

So, heute hat schon die letzte Woche meines Praktikums begonnen. 
Unglaublich, wie die Zeit vergeht. 

Und heute war auch schon der letzte Tag in diesem Klassenzimmer, denn morgen geht die Klasse schon ins Camp. Der Tag war ziemlich chaotisch. Fiona hat wie immer last minute nach etwas gesucht, was sie mit der Klasse im Zeichnen machen könnte. 

Ich zeigte ihr, was ich im letzten Praktikum mit der Klasse machte (Silhouetten-Bilder, bei denen es nur um den Himmel ging) und suchte aus dem Internet Silhouetten-Bilder von Australischen Soldaten. 

Da kam mir eine Tanzvorführung in den Sinn, die ich einmal bei Britain's got talent gesehen habe, bei der man nur Silhouetten sehen konnte https://www.youtube.com/watch?v=H8s97NiC2Ys

Dann suchte ich aus dem Internet Silhouettenbilder von Australischen Soldaten und schon war das Projekt lanciert. Es entstanden superschöne, ausdrucksstarke Bilder und die Lehrerin verstand die Welt nicht mehr ;-)


Am Nachmittag ist Nick mit Bickels reiten gegangen. Ich habe mich entschieden, erst dann reiten zu gehen, wenn mein lieber Gatte dann endlich wieder bei mir ist und bin bei Mami und den Jungs geblieben. Wir machten einen Spaziergang bei untergehender Sonne. Einfach wunderschön!

An diesem Strand könnte man stundenlang laufen und immer sieht es so schön aus wie hier!
Die Oma geniesst's auch.
Aaaahhh... Das blendet.
Zwei Zwerge auf Wanderschaft. Mittlerweile klappt das super im Sand.
Jeeee! Beim 5. Foto macht die Oma endlich ein freundliches Gesicht ;-) Die Sonne war fast schon weg...

Super schöne Sonnenstrahlen.

Und dann noch auf dem Spielplatz... Dem 2. Zuhause der Jungs.
Hier spielten wir, bis es dunkel war...
... und so aussah!
Dann mussten wir nochmals zum Strand, denn dort hing noch die GoPro an einem Veloweg-Schild und fotografierte den Sonnenuntergang. Die Farben kommen aber dort nicht so schön zur Geltung... 


Zum Schluss gab's dann noch an BBQ und das war's schon für heute. Ui es ist kalt geworden... Hier merkt man doch, dass langsam der Winter kommt. Zum Glück ziehen wir bald weiter in den Norden :-)

Sonntag, 22. März 2015

22. März 2015 - WOW Cruise

Heute waren Aaron und Louis schon in aller Frühe wach und dem Gestank nach zu urteilen, hätten sie wohl auch nicht mehr weitergeschlafen, wenn ich die Geruchsquelle nicht entfernt hätte. Danach hatten aber beide das Gefühl, sie könnten schon um 6:00 Uhr aufstehen und HalliGalli machen. Doch ich blieb liegen und so entschieden sie sich, das selbe zu tun. In der Zwischenzeit checkte ich noch kurz, wo wir hinfahren mussten und wie lange wir überhaupt dorthin hatten. Ooo... wir haben 45min und das Boot, das wir gebucht hatten, fuhr schon um 10:00 Uhr los. Spätestens um 9:00 Uhr mussten wir also los. Mit diesem Geheimnis schlief ich dann aber nochmals ein und als mich Reni um 8:40 Uhr weckte, mussten wir ziemlich Gas geben. Doch wir schafften es gerade noch rechtzeitig nach Walpole. 

Wir hatten eine WOW Eco Cruise gebucht. Mit einem Boot fuhren wir den Fluss entlang und hatten eine wunderbare Unterhaltung vom Captain persönlich. Der wusste zu jedem Ort irgendetwas spannendes zu erzählen. Mit Stofftieren veranschaulichte er uns den Urkontinent und wie die Landteile dann auseinander drifteten. Eigentlich gibt es die Alpen nur wegen Australien. Auch der Himalaja verdankt sein Dasein Australien und eigentlich begann alles in Australien :-)

Wunderschöne Aussicht vom Boot aus.
Wir legten dann an einem Steg an und kletterten (im wahrsten Sinne des Wortes) durch den Busch auf einen Hügel hinauf. 

going bush...
Die Aussicht oben war wunderschön. Ein einsamer Strand und dahinter das Südpolarmeer. Ganz anders als der Indische Ozean ist dieses Meer rau und furchteinflössend und voll von gigantisch grossen Wellen.

Was für ein Anblick!
Am Strand konnten wir uns dann etwas die Füsse vertreten...

Der Captain mit der Jungmannschaft am Herumalbern

Aaron mit Janines Kamera und Louis im Schlepptau
Und schon ging's wieder den Hügel hinauf durch den Busch, zurück zum Boot. Der Busch ist so hoch, dass man hier auf dem Foto nur Aaron sieht, der bei Peter auf den Schultern sitzt...

wieder bush...
Und Louis döste auf meinem Rücken. Natürlich hat er sich für das Foto zusammen genommen...


Als wir wieder unten am Steg ankamen, gab es eine kleine Zwischenverpflegung, bevor es dann mit dem Boot wieder zurück nach Walpole ging.
Während die grossen Kaffee tranken und Kuchen assen...
...spielten Aaron und Louis mit des Captains Anschauungsmaterial.
Auf dem Rückweg durften auch noch Nick und Nico das Steuer übernehmen.
Der Captain erklärte dann noch den Jungs, was es mit der Schlacht von Gallipoli auf sich hatte und dass sein Grossvater die Perde trainiert hatte, welche in diesem Krieg im Einsatz waren. 136'000 Pferde wurden zuerst nach Ägypten geschifft und dann mit in die Türkei genommen und nur 11'000 überlebten. Davon durfte ein einziges Pferd zurück nach Australien... Alle anderen mussten Australien fernbleiben, weil man Angst hatte, sie könnten eine Krankheit mit einschleppen... Es war ein super spannender Ausflug mit einem mega lässigen Tour-Guide, der wirklich mit Herz und Seele dabei war.

Von Walpole aus fuhren wir wieder zurück in Richtung Busselton. Im Februar herrschte in dieser Region ein gewaltiger Buschbrand... Einzelne Stämme rauchen jetzt noch. Die Stämme sind ganz schwarz vom Feuer und die Blätter alle rot-braun.

Doch die Natur holt sich den Ort des Schreckens schon wieder zurück. Überall an den verbrannten Stämmen wachsen schon wieder Pflanzen...

Unterwegs mussten wir wiedereinmal Windeln wechseln und so vertraten wir uns in Manjimup etwas die Beine.
Aaron und Louis waren froh, sich endlich wieder bewegen zu dürfen.
Mmmmmmhhh! So fein schmecken die Rosen in der Schweiz nicht!!!
Unglaublich intensiv diese Rosen!
Zurück im Hotel hüpften wir noch kurz in den Pool. Aaron und Louis lernen gerade mit den Flügeli zu schwimmen und nicht immer Wasser zu schlucken, wenn ihnen das Wasser bis zum Mund kommt. Das klappt jetzt schon meistens ;-) und wenn nicht, wird halt gehustet. Mami hat uns dann noch einen feinen, gesunden Znacht gekocht und das wär's dann schon gewesen für heute. 

Morgen ist mein letzter Schultag in dieser Klasse in Busselton. Dienstag und Mittwoch werde ich in einer anderen Klasse sein, weil diese Klasse im Camp in Pemberton ist und Donnerstag und Freitag werde ich dann auch in dieses Camp fahren. 

21. März 2015 - Walpole Tree Top Walk

So, es ist jetzt kurz vor 0:00 Uhr und wir werde mich, was den heutigen Tag angeht, so kurz wie möglich fassen.... 

Also am Morgen sind wir gemütlich aufgestanden. Da die Jungs immer noch schliefen, gingen Reni, Peter, Janine und Nico los und kauften Frühstück. Nach dem Frühstück erkundeten wir die Anlage, denn hier hüpften überall Kängurus herum :-)

Wir sind hier in einem rustikalen, aber gemütlichen Chalet...
mit allem, was dazu gehört...
Dieser leuchtend rote Busch steht genau vor dem Haus.
Alpaca 1 - Nico hat es Mike genannt ;-)
Alpaca 2 - Mit Floyds Zahnstellung ;-)
Alpaca 3+4... Ah nein, die gehören ja zu uns ;-)
Cooole Schaukeln mit super langen Seilen.
... und jede Menge Kängurus



Anschliessend wollten wir eigentlich in einem Restaurant einen Tisch für den Abend reservieren, aber eben... In Denmark scheint das ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Das erste Restaurant war ausgebucht, das zweite hatte eine geschlossene Gesellschaft für den Abend etc. Wir entschieden uns, dass wir jetzt erst mal nach Walpole fahren, um den Tree Top Walk zu machen, dann frühzeitig zurückkehren und bestimmt irgendwo ein Plätzchen finden würden. - So viel zur Theorie... 

Also fuhren wir nach Walpole. 

Die Bäume hier sind einfach gigantisch!!!

Hier die ganze Truppe 40m über dem Boden.


und hier im ausgebrannten Baum. 
Sogar mit Auto unter dem Baum ;-)

So, die Bäume hatten wir gesehen. Jetzt starteten wir einen zweiten Versuch, etwas zum Essen zu finden. Restaurant 1 geschlossen, Restaurant 2 geschlossen, Restaurant 3 hätte erst in 1.5h aufgemacht... Und obwohl ich mich noch an die Boston Brewery erinnern konnte, in der letztes mal so ein Hippie Festival war, war ich zu doof, den Satz im Internet fertig zu lesen. Dort stand: "We are just 3.5kms from the center of town towards Albany" und das towards haben ich völlig überlesen. So hatte ich das Gefühl, dass die Brauerein in Albany sein musste... Super!!! Erst als mir Roland dann per SMS genau die Brauerei durchgegeben hat, hat es bei mir geklingelt... Zu schade.

Aber wir landeten in einem Café und assen gar nicht mal so schlecht.
Bevor wir nach Hause fuhren, fuhr ich doch noch schnell zur Brauerei, nur um zu sehen, ob es die noch gab. Hmmmm... Zu schade! Hier wäre es wirklich perfekt gewesen...

Auf dem nach Hause Weg hüpfte mir dann mitten in der Stadt noch ein Känguru genau vors Auto. Ich dachte schon ich hätte es gerammt, doch das Zittern des Autos kam wohl vom ABS... Mein Herz ist immer noch in der Hose!!! Da hat uns Gott wirklich einen Schutzengel zur Seite gestellt, dass da nichts schlimmeres passiert ist. Und das war nicht einfach nur so ein kleines, sondern ein gewaltig grosses Känguru. So nah wollte ich den Dingern eigentlich gar nicht kommen. Ich fuhr wohl im Schneckentempo zurück zum Chalet und musste zuerst einmal durchatmen. Aaron ist so erschrocken, dass er einfach mal losheulte, doch nach 2-3 Minuten fing er an zu kichern: "Coco"... so nennt er Kängurus... Den ganzen Weg rief er nur noch "Coco" und lachte sich fast krumm... ;-)


Nachdem die Jungs im Bett waren, spielten wir noch etwas und dann sind die meisten ins Bett gegangen. 
Und ich gehe jetzt auch. Der Akku des Laptops ist leer. Mein Akku ist noch leerer und morgen fahren wir schon wieder zurück.

Samstag, 21. März 2015

20. März 2015 - Summer Carnival & Fahrt nach Denmark

Heute war schon der letzte Tag meiner 2. Praktikumswoche und so wirklich Schule konnte man dem ja nicht gerade sagen. Es war Summer Carnival am Strand. Das ist wiedermal ein "once in a year" Ding, was die Aussies veranstalten. Also eigentlich ist alles nur 1x pro Jahr, aber sie finden jede Woche mindestens 1x einen Grund, um nicht in die Schule gehen zu müssen ;-) Herrlich, oder? Jedenfalls wurde heute das Ende des Sommers "gefeiert" bzw. die letzten Sommermomente genossen. Wobei so wirklich Winter wird es hier ja nicht. Also letzten Sommer (also Schweizer Sommer) hatten es die in Busselton nicht selten wärmer als wir, obwohl sie ja eigentlich Winter hatten... 

Fiona hatte einfach nur die Aufsicht über die 7 Schulkinder, die Volleyball am Jetty spielten. Andere spielten Tennis, Kricket etc.
 
Das ist ja wohl kein schlechtes Klassenzimmer, oder?
So lässt's sich arbeiten!!!
Und ich war einfach "nur" da um Fotos zu machen. Aus allen Winkeln ;-)
Hier noch ein Selfie vor meinem Abgang. Fiona ist wirklich klasse!
Nach einem wahnsinning anstrengenden Arbeitstag fuhr ich um 12:00 Uhr zurück nach Hause. Noch schnell das nötigste im Supermarkt geholt und schon war ich zu Hause. Nick und die Jungs hatten schon gegessen und somit mussten nur noch die letzten Dinge ins Auto geladen werden und los ging die Fahrt in Richtung Denmark. Da wollten wir ja eigentlich schon letztes Wochenende hin, doch da war der Wetterbericht katastrophal! Nun ja, dieses Wochenende ist er auch nicht gerade perfekt, aber viel besser....

Nach 2.5h Fahrt machten wir dann unsere erste Pause. Die, die konnten, befeuchteten die trockenen Büsche und andere konnten sich bis Denmark von keinem Tropfen trennen ;-)

Nach einer kurzen Jasspause ging es dann weiter.
 Je weiter wir in Richtung Süden fuhren, desto gigantischer wurden die Bäume. Doch plötzlich änderten die Wälder ihre Farbe. Alle Stämme waren plötzlich schwarz und die Blätter leuchteten in einem wunderschönen rötlichem Braun. Hier muss es vor einiger Zeit gebrannt haben. So tragisch das auch ist, es war einfach wunderschön anzusehen!
 
Nick hat dieses Bild aus dem Auto heraus gemacht. Sieht das nicht super aus?
Bevor wir dann in Denmark ankamen, machten wir noch einen kurzen Abstecher in den William Bay Nationalpark zum Greens Pool und den Elephant Rocks. Nun ja, also wirklich wie Elefanten haben die Steine, die wir letztes mal gesehen haben ja nicht ausgesehen, doch der Strand war wunderschön!

... gut, vielleicht lag das ja auch daran, dass wir auf der falschen Seite waren..
Und siehe da... Auf der linken Seite stand tatsächlich eine versteinerte Elefantenherde im Wasser. 
Könnt ihr sie auch erkennen???

Wer sieht die Elefantenherde?
 Es stellte sich also heraus, dass Roland und ich letztes mal nur beim Greens Pool waren und uns noch wunderten, warum alle das Gefühl hatte, das sehe aus wie Elefanten. Doch hier braucht man wirklich nicht viel Fantasie, um Elefanten zu erkennen...

Hier ging's die Treppe hinunter...

Und durch ein Nadelöhr hindurch...

Auf der anderen Seite kletterten wir auf den Felsen herum. Das war mit den kleinen Monstern gar nicht immer so einfach, doch der Anblick des Meeres war die Mühe wert. Die grösseren Jungs konnten natürlich gar nicht weit genug klettern, doch mit einem Zwerg auf dem Arm und der Kamera in der anderen Hand gab ich mich mit der Hälfte des Weges zufrieden. 

Riesige Wellen prätschten an die Steine...

Aaron mit Mamis Sonnenbrille...
Und wieder einmal die untergehende Sonne im schönsten Land der Welt!
Als die Sonne weg war, kletterten wir wieder zurück zum Strand.
 
 Offensichtlich war der Wasserspiegel schon um ein paar Zentimeter gestiegen, denn das Nadelöhr wurde bereits mit jeder weiteren Welle stärker überflutet. Doch wir schafften es alle trocken auf die andere Seite. 
Hier Janine mit Aaron, als sich die Welle wieder zurückgezogen hatte.
Jeeeee, also Louis gefällts hier :-)
 Wir kletterten auf die andere Seite des grossen Felsen zum Greens Pool. Der Grund für seinen Namen sieht man um diese Uhrzeit halt nicht mehr. Normalerweise ist das ein türkisfarbenes, knietiefes Becken mit kaum Wellen, weil sich ja alle schon weiter draussen bei den Steinen überschlagen. Doch auch in diesen Farben ist es hier wunderschön. Doch länger konnten wir wirklich nicht mehr bleiben, denn zum aller ersten mal in Australien wurden wir von Moskitos attackiert! Und zwar von hunderten! Mich hatte bislang nur ein einziges mal ein Moskito gestochen und zwar, als mich Mami alleine auf dem Sitzplatz liess. Sie ist besser als jedes Antibrumm. Wenn Mami in der Nähe ist, dann muss man dich vor Moskitos nicht fürchten, denn sie lieben sie heiss. Die Arme wird andauern verstochen, doch mich lassen sie bisher weitgehend in Ruhe.

 


 So, am liebsten würde ich jetzt aufhören, denn schöner, als mit diesen Bildern kann man einen Eintrag doch gar nicht aufhören, aber der Tag war ja noch nicht zu Ende. Wir fuhren weiter in Richtung Denmark. An einer Tankstelle kauften wir noch etwas Milch und Wasser. Doch mein Navi fand die Nummer 1800 nicht. Und von der Unterkunft konnten wir niemanden erreichen... Super... Wir fuhren also einfach mal los. Tatsächlich fanden wir dann ein Schild mit dem Namen "Cinnamon Colored Farmstay", doch bis wir im Dunkeln den Weg zur Office und dann erst den Weg zu unserem Chalet gefunden haben... Du meine Güte... Aber wir haben es geschafft. Weil uns allen der Magen in den Kniekehlen hing und ein Pizzakurier diesen Ort wohl niemals gefunden hätte, fuhren wir nochmals los, in der Hoffnung, etwas zu Essen zu finden. Aber in Denmark ist das leichter gesagt als getan. Alles hatte geschlossen... Zig mal sind wir angerannt, bis wir uns dann halt mich Chicken Nuggets und Fish und Chips an der Tankstelle begnügten.... Wieder zu Hause, war dann aber ziemlich schnell Bettruhe angesagt. Wir waren alle einfach nur erschöpft von der langen Fahrt...