Samstag, 21. März 2015

20. März 2015 - Summer Carnival & Fahrt nach Denmark

Heute war schon der letzte Tag meiner 2. Praktikumswoche und so wirklich Schule konnte man dem ja nicht gerade sagen. Es war Summer Carnival am Strand. Das ist wiedermal ein "once in a year" Ding, was die Aussies veranstalten. Also eigentlich ist alles nur 1x pro Jahr, aber sie finden jede Woche mindestens 1x einen Grund, um nicht in die Schule gehen zu müssen ;-) Herrlich, oder? Jedenfalls wurde heute das Ende des Sommers "gefeiert" bzw. die letzten Sommermomente genossen. Wobei so wirklich Winter wird es hier ja nicht. Also letzten Sommer (also Schweizer Sommer) hatten es die in Busselton nicht selten wärmer als wir, obwohl sie ja eigentlich Winter hatten... 

Fiona hatte einfach nur die Aufsicht über die 7 Schulkinder, die Volleyball am Jetty spielten. Andere spielten Tennis, Kricket etc.
 
Das ist ja wohl kein schlechtes Klassenzimmer, oder?
So lässt's sich arbeiten!!!
Und ich war einfach "nur" da um Fotos zu machen. Aus allen Winkeln ;-)
Hier noch ein Selfie vor meinem Abgang. Fiona ist wirklich klasse!
Nach einem wahnsinning anstrengenden Arbeitstag fuhr ich um 12:00 Uhr zurück nach Hause. Noch schnell das nötigste im Supermarkt geholt und schon war ich zu Hause. Nick und die Jungs hatten schon gegessen und somit mussten nur noch die letzten Dinge ins Auto geladen werden und los ging die Fahrt in Richtung Denmark. Da wollten wir ja eigentlich schon letztes Wochenende hin, doch da war der Wetterbericht katastrophal! Nun ja, dieses Wochenende ist er auch nicht gerade perfekt, aber viel besser....

Nach 2.5h Fahrt machten wir dann unsere erste Pause. Die, die konnten, befeuchteten die trockenen Büsche und andere konnten sich bis Denmark von keinem Tropfen trennen ;-)

Nach einer kurzen Jasspause ging es dann weiter.
 Je weiter wir in Richtung Süden fuhren, desto gigantischer wurden die Bäume. Doch plötzlich änderten die Wälder ihre Farbe. Alle Stämme waren plötzlich schwarz und die Blätter leuchteten in einem wunderschönen rötlichem Braun. Hier muss es vor einiger Zeit gebrannt haben. So tragisch das auch ist, es war einfach wunderschön anzusehen!
 
Nick hat dieses Bild aus dem Auto heraus gemacht. Sieht das nicht super aus?
Bevor wir dann in Denmark ankamen, machten wir noch einen kurzen Abstecher in den William Bay Nationalpark zum Greens Pool und den Elephant Rocks. Nun ja, also wirklich wie Elefanten haben die Steine, die wir letztes mal gesehen haben ja nicht ausgesehen, doch der Strand war wunderschön!

... gut, vielleicht lag das ja auch daran, dass wir auf der falschen Seite waren..
Und siehe da... Auf der linken Seite stand tatsächlich eine versteinerte Elefantenherde im Wasser. 
Könnt ihr sie auch erkennen???

Wer sieht die Elefantenherde?
 Es stellte sich also heraus, dass Roland und ich letztes mal nur beim Greens Pool waren und uns noch wunderten, warum alle das Gefühl hatte, das sehe aus wie Elefanten. Doch hier braucht man wirklich nicht viel Fantasie, um Elefanten zu erkennen...

Hier ging's die Treppe hinunter...

Und durch ein Nadelöhr hindurch...

Auf der anderen Seite kletterten wir auf den Felsen herum. Das war mit den kleinen Monstern gar nicht immer so einfach, doch der Anblick des Meeres war die Mühe wert. Die grösseren Jungs konnten natürlich gar nicht weit genug klettern, doch mit einem Zwerg auf dem Arm und der Kamera in der anderen Hand gab ich mich mit der Hälfte des Weges zufrieden. 

Riesige Wellen prätschten an die Steine...

Aaron mit Mamis Sonnenbrille...
Und wieder einmal die untergehende Sonne im schönsten Land der Welt!
Als die Sonne weg war, kletterten wir wieder zurück zum Strand.
 
 Offensichtlich war der Wasserspiegel schon um ein paar Zentimeter gestiegen, denn das Nadelöhr wurde bereits mit jeder weiteren Welle stärker überflutet. Doch wir schafften es alle trocken auf die andere Seite. 
Hier Janine mit Aaron, als sich die Welle wieder zurückgezogen hatte.
Jeeeee, also Louis gefällts hier :-)
 Wir kletterten auf die andere Seite des grossen Felsen zum Greens Pool. Der Grund für seinen Namen sieht man um diese Uhrzeit halt nicht mehr. Normalerweise ist das ein türkisfarbenes, knietiefes Becken mit kaum Wellen, weil sich ja alle schon weiter draussen bei den Steinen überschlagen. Doch auch in diesen Farben ist es hier wunderschön. Doch länger konnten wir wirklich nicht mehr bleiben, denn zum aller ersten mal in Australien wurden wir von Moskitos attackiert! Und zwar von hunderten! Mich hatte bislang nur ein einziges mal ein Moskito gestochen und zwar, als mich Mami alleine auf dem Sitzplatz liess. Sie ist besser als jedes Antibrumm. Wenn Mami in der Nähe ist, dann muss man dich vor Moskitos nicht fürchten, denn sie lieben sie heiss. Die Arme wird andauern verstochen, doch mich lassen sie bisher weitgehend in Ruhe.

 


 So, am liebsten würde ich jetzt aufhören, denn schöner, als mit diesen Bildern kann man einen Eintrag doch gar nicht aufhören, aber der Tag war ja noch nicht zu Ende. Wir fuhren weiter in Richtung Denmark. An einer Tankstelle kauften wir noch etwas Milch und Wasser. Doch mein Navi fand die Nummer 1800 nicht. Und von der Unterkunft konnten wir niemanden erreichen... Super... Wir fuhren also einfach mal los. Tatsächlich fanden wir dann ein Schild mit dem Namen "Cinnamon Colored Farmstay", doch bis wir im Dunkeln den Weg zur Office und dann erst den Weg zu unserem Chalet gefunden haben... Du meine Güte... Aber wir haben es geschafft. Weil uns allen der Magen in den Kniekehlen hing und ein Pizzakurier diesen Ort wohl niemals gefunden hätte, fuhren wir nochmals los, in der Hoffnung, etwas zu Essen zu finden. Aber in Denmark ist das leichter gesagt als getan. Alles hatte geschlossen... Zig mal sind wir angerannt, bis wir uns dann halt mich Chicken Nuggets und Fish und Chips an der Tankstelle begnügten.... Wieder zu Hause, war dann aber ziemlich schnell Bettruhe angesagt. Wir waren alle einfach nur erschöpft von der langen Fahrt...



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