Donnerstag, 14. November 2013

9. November – von BUSSELTON nach MARGARET RIVER


Strecke Busselton - Margaret River
101 km
Nachdem wir dann bereits um 10:00 Uhr wieder aus unserer super Wohnung ausgecheckt haben, machten wir eine Runde in der Anlage bis hinunter zum Strand. Es ist einfach traumhaft schön hier. Kristallklares Wasser, weisser Sandstrand und eine wunderschöne Strandpromenade, an der man wunderbar spazieren konnte. Der Schönheit dieses Abschnittes kann man mit Worten gar nicht gerecht werden, darum schaut euch lieber die nachstehenden Bilder an…
 







 
 
Irgendwann mussten wir dann wohl oder übel wieder umkehren, denn von Busselton wollten wir zumindest den berühmten „Jetty“ sehen, einen 1.8km langen Steg, über den man entweder laufen oder sogar mit einem Mini-Zug fahren konnte. Darum drehten wir um und gingen zurück zur Anlage und fuhren mit dem Auto nach Busselton selbst. Jetzt wagte ich mich selbst einmal hinters Steuer und so schwierig ist das mit dem links Fahren gar nicht. Gut, ich hatte nun einen Tag als Beifahrer schon Zeit, mich daran zu gewöhnen und Busselton ist nicht gerade eine Grossstadt, wie Perth es ist.
 
Was uns immer noch fehlt, ist ein Sonnenschutz für die hinteren Fenster. Bis wir das haben, basteln wir halt einfach mit Handtüchern einen Vorhang. Die Jungs scheint das jedenfalls nicht zu stören J
 

 
Beim Jetty in Busselton selbst hat es eine, im 2011 erstellte, Garten- bzw. Strandanlage mit vielen Schattenplätzen, einem „Meerpool“ der eingezäunt ist, um eben unerwünschte Mitschwimmer wie Haie, Quallen etc. fernzuhalten. Offenbar hatten sie erst vor wenigen Tagen einen Haialarm, bei dem alle aus dem Wasser kommen mussten. Passiert ist aber zum Glück nichts, aber es zeigt einem einfach, dass man hier wirklich vorsichtig sein muss…
 

 
Nach dem Mittagessen beim Steg sind Roland und ich dann doch mal kurz ins Wasser gehüpft, während Aaron und Louis im Schatten und in ihren Buggys ihr Mittagschläfchen machten. Danach suchten wir uns in der Gartenanlage einen Baum und liessen die beiden wieder einmal herumtollen. Ist schon unglaublich, wie zufrieden die beiden das alles mitmachen. 
 
 
 

 
Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von Busselton, denn wir mussten ja am Abend schon wieder in Margaret River sein und wollten unbedingt das Cape Naturaliste bei Dunsborogh noch sehen. Dort hat es um diese Jahreszeit immer Wale mit ihren Jungen und es hat extra einen Aussichtspunkt, von dem aus man die Wale gut sehen kann. Wir wussten darum nicht so recht, ob wir uns über folgendes Schild freuen sollten:

 
Heute wurden vom Leuchtturm aus Wale gesehen. ABER: auch Schlangen wurden gesehen, also bitte passt auf!
Nun ja, es hiess, dass der Weg zum Walaussichtspunkt ziemlich einfach wäre und wir machten uns mit unseren Buggys auf den Weg. Und plötzlich war sie da. Also ich weiss, dass man unter Schock gerne übertreibt, aber jetzt ohne Witz: Wir sahen das hintere Ende einer Schlange, das etwa ein Meter lang war… Wie viel länger sie vorne noch war, kann ich nicht sagen, aber mir ist fast das Herz stehengeblieben. Roland meinte, dass Vibrationen Schlangen vertreiben und so stampften wir so fest wie nur immer möglich auf dem Weg entlang. Irgendwann kamen wir nicht mehr weiter, weil dieser einfache Weg plötzlich sandig wurde und grosse Steine darin lagen. Also mit unseren Kinderwagen war da kein Durchkommen mehr. Roland ging ein paar Schritte voraus, um zu sehen, ob der Weg wieder besser wird, oder ob wir umkehren müssen. Ich blieb stehen und stapfte weiterhin vor mich hin. Ich bin ja nicht gerade die Angst in Person, aber da war selbst mir nicht mehr wohl. Vor allem hatte es links und rechts vom Weg nichts als Büsche. Da konnten überall Schlangen drin sein… Wie froh ich war, als wir zurück waren und alle vier wieder heil im Auto sassen.
 
 

 
Von Dunsborogh aus fuhren wir nach Margaret River, doch schon als wir die Anlage von weitem sahen, merkten wir, dass wir uns das doch etwas anders vorgestellt hatten. Zudem waren wir von Busselton derart verwöhnt, dass es schwierig war, dem nur annähernd gleich zu kommen… Im Internet hat pries sich das Resort an, als das einzige „by the ocean“. Also ich habe das „BY“ mit „AM“ übersetzt und ging davon aus, dass das Resort am Meer war, doch es war einfach „in der Nähe“ des Meeres. Um ans Meer zu kommen hätten wir entweder jedes Mal die Jungs ins Auto packen, oder etwa 10min zu Fuss (über die Hauptstrasse) spazieren müssen. Auch der Rest der Anlage war kein Vergleich zu dem, was wir in Busselton zurückgelassen hatten.
Gut zugegeben: Wenn wir als erstes in Margaret River gewesen wären, dann hätten wir bestimmt auch diese Anlage toll gefunden. Dank des verständnisvollen Besitzers der Anlage konnten wir sechs Nächte stornieren und fanden wie durch ein Wunder Platz im Abbey Beach Resort, obwohl zu dieser Zeit so gut wie alle Hotels ausgebucht sind.
Wir gingen dann noch nach Margareth River um etwas zu essen. (Also ins Städtchen selbst, denn die ganze Region heisst ja genau gleich…) Dort, wo wir eigentlich essen wollten, schliesst die Küche um 21:00 Uhr. Und das pünktlich, denn als wir um 21:03 ankamen, taten alle so, als sei die Küche schon seit Ewigkeiten zu. Es habe aber vis à vis noch ein Lokal, indem man länger essen könne, oder die Strasse hoch hätte es noch einen Kebabstand gegeben ;-) Rolands Gesichtsausdruck zeigte schnell, für welches Lokal wir uns entschieden hatten. Da denkt man doch, dass eine der weltweit berühmtesten Weinregionen es nicht nötig hat, Weine zu importieren, doch ein weiteres Mal: WEIT GEFEHLT. Auf der Karte hatte es Weine aus der ganzen Welt. Ein Wunder, dass sie nicht auch noch Hallauer hatten… Wir nahmen dann doch einen lokalen Shiraz und wurden nicht enttäuscht J Mmmmhhhh!!!
 

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